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Thanksgiving

Thanksgiving, einer der wirklich großen Feiertage in den USA, hat uns ein verlängertes Wochenende beschert. An Thanksgiving (Infos über den geschichtlichen Hintergrund hier) waren wir gemeinsam mit einer schweizer Familie bei Freunden von Jakob und Christine eingeladen – mit Turkey, Mashed Potatoes, … , Apple und Pumpkin Pie. Von diesem ur-amerikanischen Thanksgivingschmaus abgesehen entspricht die Familie, die uns eingeladen hatte, wohl eher nicht dem amerikanischen Durchschnitt: Beide Elternteile haben 1 Jahr in Japan gelebt, einen Teil des Studiums in Europa absolviert, es gibt keinen Fernseher… Die 3 Kinder – Jakob, Linus und Gavin; 12-19 Monate – hatten gemeinsam großen Spaß, besonders beim 4-händigen Klavierspiel:

4händigGitarre3 MusketiereJakob

Am Freitag nach Thanksgiving wird mit dem Black Friday das Weihnachtsshopping begonnen. Viele Geschäfte geben auf eine limitierte Auswahl teils nur für wenige Stunden satte Rabatte und öffnen hierfür oft schon um 4 Uhr nachts. Angeblich campen manche vor den Toren der Shopping Malls, es bilden sich schon vor Öffnung lange  Schlangen und auf den riesigen Parkplätzen vor den Shopping Malls sind keine Parkplätze mehr zu finden. Wir haben es uns nicht angetan, diese Erfahrung zu machen, waren aber im Zentrum von Philadelphia bei Macy’s einkaufen und haben dabei über 60% gespart. Der Andrang dort hielt sich in Grenzen.

Das Philadelphia Orchestra gehört zu den „Big Five“ – den traditionell 5 bedeutendsten Orchestern der USA. Am Freitag Abend stand neben einem Klavierkonzert von Mozart die unvollendete 9. Sinfonie von Bruckner auf dem Programm – kathedraleske, monumentale Musik. Das Philadelphia Orchestra spielt in der Verizon Hall im Kimmel Ceter for the Performing Arts.  Im Kimmel Center sind 2 große Konzertsäle und mehrer kleinere Veranstaltungsräume. Für die Konzerte des Philadelphia Orchestra bekommt man am Veranstaltungstag eine limitierte Zeit (PECO rush hour) lang einige Eintrittskarten für 10 Dollar. Verizon entspricht der Deutschen Telekom, PECO ist der große Energieliferant in Philadelphia und Sidney Kimmel ist ein Billionär und offensichtlich wichtiger  Sponsor des Kulturtempels. „Money rules“ – an der Namensgebung öffentlicher, kultureller oder universitärer Einrichtungen ist das in den USA überdeutlich zu erkennen.

Kimmel

Am Samstag haben wir dann einen Ausflug nach Lancaster und in das Dutch Country gemacht. In Lancaster gibt es einen dem Reading Terminal Market ähnlichen Markt – den Central Market. Für amerikanische Verhältnisse sind diese beiden Märkte tatsächlich etwas besonderes. Im Direktvergleich mit größeren deutschen Wochenmärkten würde der Central Market allerdings etwas blass aussehen. Aber eine Bluegrass-Band wir man auf einem deutschen Wochenmarkt wohl kaum finden…

Lancaster Central Market

Im Umland von Lancaster findet sich eine der größten Ansiedlungen streng traditioneller Amish People. Als Tourist bekommt man – abgesehen von ehemaligen und zu Museen umgewandelten Höfen der Amischen – nicht wirklich Einblick in das Leben der Amish People. Allerdings lassen die Pferdekutschen auf den Straßen das Zusammentreffen zweier sehr verschiedener Welten erahnen. Der deutsche Wikipedia-Eintrag über die Amischen ist zwar etwas langatmig und wirr, aber doch ganz informativ.

Jakob bei den AmischenJakob bei den Amischen

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