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Deutschlandreise 2011

Donnerstag, 5. Mai 2011

Endlich geht es los. Alle sind am Ende schon etwas aufgeregt. Jakob wiederholt immer wieder: „Flugzeug. Oben (am) Himmel. Opa (be)suchen, Oma. Opa, Schade (Schokolade) kaufen. Andere Oma, Opa (be)suchen. Ia (be)suchen. Opa, Auto kaufen.“ Der Beginn der Reise bleibt für alle spannend. Koffer werden gepackt („Ooh, großes Koffer! Helfen…“), und Linus Mutter fährt uns mit dem Auto zum Flughafen. Erste Skepsis über den in Jakobs Augen optimalen Ablauf kommt auf, als diese uns einfach „alleine“ am Flughafen zurücklässt und dann noch eine fremde Person (Gepäckträger) uns mit Koffern und unserern tausend anderen Dingen behilflich ist. Die Skepsis schlägt schnell in pures Entsetzen um, einhergehend mit geheultem Rotz und Wasser, als die Dose mit Apfelschnitzen samt Jakobs Schuhen durch die Durchleuchtungsanlage des Security Checkpoints fahren müssen… Danach hangeln wir uns von Bestechung zu Bestechung. Besonders effektiv erweisen sich die „Pobällchen“ (Gummibärchen). Mit zunehmender Flugdauer nimmt die Frequenz des folgenden Dialogs zu: „Jaka, Hause!“ – „Ja, wir fliegen zu Opa und Oma nach Hause.“ – “ No, Jaka, jetzt Hause!“ – „Nein, das dauert noch ein bisschen. Schlaf ein wenig und wenn Du aufwachst, dann sind wir schon fast bei Oma und Opa.“ … Zwischendurch „erfreut“ Johanna die Mitreisenden mit einer mehr als einstündigen Kostprobe ihres Stimmorgans. Ungünstiger Weise zu genau der Zeit, zu der das Abendessen serviert wird. D.h. wit jonglieren nicht nur mit 2 mehr oder weniger dysphorischen Kindern, sondern auch noch mit 3 Tabletts mit Heißem, Fettigen und Klebrigen. Und auch die Crew ist zunehmend unerfreut, weil neben der etwas nervenden Geräuschkulisse nun auch noch frustrierte Eltern, ein krähendes Kind auf dem Arm und die Gänge auf- und ablaufend, ständig im Weg stehen… Doch irgendwie überstehen letzten Endes doch noch alle diesen Flug, das Flugzeug wird gegen einen Mietwagen eingetauscht, und mit 2 schlafenden Kindern erreichen wir schließlich Esslingen.

Freitag, 6. Mai 2011

Endlich bei Oma und Opa – was für Helden: Opa lässt seine Eisenbahn fahren und tuten. Er hat sogar den Kaufladen aufgebaut. Oma gibt altes Spielzeug von Mama und Tante nach jahrelanger Schonung erneut zum Spielen frei. Und Jakob beschlagnahmt sofort einen Puppenwagen und fährt über Tage kontinuierlich seine Autos, Giraffen und Pixibücher spazieren… Was für ein Glück, dass auch noch die beiden 5- und knapp 2-jährigen Nachbarsjungen froh über eine Abwechslung sind und darüberhinaus Bobbycar, Laufrad, Sandkasten und weitere Spielsachen teilen. Jakob ist glücklich und Schlafentzug-bedingt aufgedreht. Am frühen Abend fällt der Jetlag die gesamte Familie ins Bett…

Samstag, 7. Mai 2011

Der Tag beginnt mit einem Besuch auf dem Esslinger Wochenmarkt. Eine Augenweide, nicht nur bezüglich der Auswahl – es ist noch Spargelzeit und die ersten deutschen Erdbeeren erobern den Markt – sondern auch preislich. Manches ist teurer oder in etwa gleich teuer wie in den USA. Im Durchschnitt kostet hier jedoch ein kg des teuren Ökofutters soviel wie ein amerikanisches Pfund, das nicht ganz einem Pfund im metrischen System der alten Welt entspricht… Jakob bekommt eine seiner ersten und Georg wieder einmal eine lang ersehnte deutsche Bretzel. Danach erhält Jakob eine Spielplatz- und Stadtführung in Esslingen durch die Großeltern und Christine und Georg beginnen mit den für den Urlaub und  die Posturlaubszeit notwendigen Einkäufen. Wie angenehm, mal wieder in Geschäften wie DM oder Karstadt einkaufen zu können. Am Nachmittag besuchen wir Tante Susanne und Onkel Olaf, bewundern deren neue Wohnung und die Ponys vor dem Balkon.

Sonntag, 8. Mai 2011

Endlich wieder einmal ergibt sich die Möglichkeit, in einem schönen Schwimmbad mit der gesamten Familie schwimmen zu gehen. Bereits im Bericht über unsere Deutschlandreise #1 haben wir über das Merkel´sche Schwimmbad berichtet. Wie so oft ist Jakob leicht für etwas zu begeistern. Sobald es aber an die Umsetzung geht, beginnt der Widerstand. Ausziehen von Schuhen, Jacke und Hose münden in einem Schreikonzert. Noch vor dem T-shirt kapitulieren wir und nehmen ihn einfach so wie er ist und ohne Badehose mit in die Schwimmhalle. Aus sicherer Entfernung beobachtet er dort eine Weile, was hier passiert.

Nachdem aber seine kleine Schwester den Ausflug ins warme Nass des Mineralbeckens sichtlich genießt und auch einige andere Kinder furchtlos herumplanschen, will Jakob dann auch an dieser Erfahrung teilhaben und schließlich gar nicht mehr gehen. Jedes weitere Becken, das wir finden, wir mit „neues Wasser“ bezeichnet und der Fuß sogar wagemutig ins Kneippbecken gehalten. Abends beim Jetlag-bedingt schwierigen zu Bett gehen wollte er unbedingt wieder ins Schwimmbad aufbrechen („Jaka, schwimmen jetzt will!“). Und antwortete darauf, dass das Schwimmbad nachts geschlossen ist mit „Wasser schläft“ – hätte ich wohl nicht einleuchtender erklären können…

Abends wird dann noch der Muttertag mit der gesamten Familie gefeiert und gegrillt.

Montag, 9. Mai 2011

Es erfüllt sich einer von Jakobs sehnlichen Wünschen – „Opa, Auto kaufen!“. Jakob wählt zielstrebig einen schwarzen Mercedes aus und gibt ihn lange Zeit nicht mehr aus der Hand. Am Nachmittag kommen Omas und Opas Wahlenkel zum Kennenlernen und Spielen zu Besuch.

Oma Brigitte in Aktion:

Dienstag, 10. Mai 2011

Ein schön-schwieriger Tag. Ein Besuch in der Wilhelma in Stuttgart, einer in Europa einzigartigen Kombination aus Botanischem Garten und Zoo, steht auf dem Programm. Höhepunkte für Jakob sind ganz eindeutig die unmittelbar nach dem Eingang gesichteten Entenbabys, sowie die Seehundfütterung und die Menschenaffen – und ein großer Bagger vor dem noch unvollendeten Neubau des Affenhauses. Und natürlich Pommes mit Ketchup zum Mittagessen. Nur – Jakob ist schon auf der Autofahrt zur Wilhelma beinahe am Einschlafen. Nach den Pommes ist er dann nur noch kurze Zeit neu zu bestaunenden Tierarten zugänglich und schläft schließlich tief und fest… Die Begeisterungsfähighkeit und Aufmerksamkeitsspanne eines nicht einmal 2 1/2 jährigen Kindes, das zusätzlich den Jetlag offensichtlich auch noch nicht überwunden hat, wurde möglicherweise ein wenig überschätzt.

Johanna ist in ihrer Abneigung gegen das Autofahren eindeutig mit Jakob verwandt. Jakob war wenige Wochen älter als Johanna, als wir Philadelphia vor genau 2 Jahren einen Vorbereitungsbesuch abstatteten. Wir wohnten damals etwas außerhalb von Philadelphia bei meinem jetzigen Chef. Jakob schrie beinahe hysterisch bei jeder der täglich mehrmals notwendigen Autofahrten. Wir waren damals beinahe so weit, deswegen einen kurz darauf geplanten 3-wöchigen Norwegenurlaub zu stornieren. Das Ganze wiederholt sich nun und wird zu einer manchmal kaum aushaltbaren Geduldsprobe während des Autofahrens. Zusätzlich hat Johanna an diesem Tag ein wenig Fieber, schläft zwar viel, ist aber ansonsten weinerlich und möchte in den schlaffreien Phasen kontinuierlich herumgetragen werden.

Am Abend entdeckt Jakob auf einem Spaziergang die Kirchturmglocken der nahe gelegenen Kirche und ist fasziniert vom Läuten der Glocken. Dank der Einladung der noch anwesenden Kindergärtnerin des Kirchenkindergartens können wir einen glücklich und unbeschwert auf dem Kindergartenspielplatz spielenden Jakob und eine schlafende Johanna zum Ausklang dieses Tages genießen.

Mittwoch, 11. Mai 2011

Schon sind wir am letzten vollen Tag unseres Besuchs in Esslingen angelangt. Am Vormittag sollen Fotos für Johannas deutschen Reisepass gemacht werden, was unerwartet schnell und ohne Probleme über die Bühne geht. Nachmittags steht dann ein Besuch bei Christines Tante und hochschwangeren Cousine auf dem Programm. Ein wunderschöner und unkomplizierter Nachmittag und Abend. Jakob – trotz Johannas Schreikonzert während der Autofahrt eingeschlafen – hat zunächst deutliche Anlaufschwierigkeiten. Spätestens aber nach dem Besuch auf einem sehr schönen Spielplatz mit Seilbahn, Klettergerüst und Seilzug für den Sandeimer und Nestschaukel brach das Eis.

Donnerstag, 12. Mai 2011

Packen und Autofahrt von Esslingen nach Jesserndorf. Johanna schläft glücklicherweise nach 20 Minuten lautstarken Protestes ein, und auch Jakob schläft beinahe bis zur anvisierten Pommespause. Unser Reisetag ist der erste Tag unseres Aufenthaltes in Deutschland mit schlechterem und nicht mehr hochsommerlich warmen Wetter. In Jesserndorf angekommen ergreift Jakob sofort Besitz von einem Dreirad, das die Großeltern für ihn schon vor einiger Zeit auf einem Flohmarkt erstanden haben, und erkundet damit erlaubte und verbotene Wege… Und natürlich gibt es so manches Spielzeug und verborgene Winkel im Stettner’schen Weberhaus zu entdecken…

Freitag, 13. Mai 2011

Der Vormittag vergeht schnell mit Vorbereitungen und Einkäufen für Johannas Taufe. Ab dem frühen Nachmittag kommen nacheinander Jakobs Cousine und Cousins, Tanten und einige unserer Freunde. Zum Glück ist wieder sehr schönes Wetter. Umsorgt von der großen Cousine („Jakob ist ja sooo süß!“) und eher genervt geduldet vom 1 Jahr älteren Cousin („Jakob macht meinen Traktor kaputt!“) läuft Jakob zur Hochform auf, rennt den anderen Kindern hinterher, versucht v.a. den Cousin zu imitieren und ist abends so erschöpft, dass er beinahe beim Duschen einschläft…

Samstag, 14. Mai 2011

Es stellt sich dann allerdings bereits in der Nacht heraus, dass Jakobs Erschöpfung vom vorangegangenen Abend nicht nur auf das Toben mit den anderen Kindern zurückzuführen ist, sondern auch ein fieberhafter Infekt im Anmarsch war. Jakob mutiert in der Nacht zum Glühwürmchen, ist schlapp, zeigt eine milde, aber trotzdem nicht weniger lästige Kotzeritis und fordert kontinuierlichen Körperkontakt mit Mama oder Papa – und das ausgerechnet am Tag von Johannas Taufe mit mehr als 10 anderen anwesenden Kindern im Alter von wenigen Monaten bis ins beginnende Grundschulalter…

Die Taufe selbst findet in der evangelischen Jesserndorfer Kirche statt. Tante Maria übernimmt den Taufgottesdienst, Großonkel Ali spielt die Orgel, Papas Schulfreund Tobi steuert eine wunderbare musikalische Einlage bei, Kinder, Freunde und Verwandte gestalten Fürbittengebete und Wünsche für Johanna – insgesamt sehr bewegende und schöne Momente.

Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen; und der dich behütet schläft nicht.
Psalm 121,3

Nach dem Taufgottesdienst wird im Stettner’schen Weberhaus gefeiert. Die meisten engeren Verwandten und viele unserer besten Freunde konnten unserer Einladung folgen und machen diesen Tag damit zu einem der schönsten Tage in unserem Familiendasein. Es ist ein sehr schönes Gefühl zu wissen, wie wunderbar diese große Familie und unsere Freunde sind. Dass dieses wunderschöne Fest in dieser Form aber nur durch die tatkräftige Unterstützung in der Vorbereitung und Durchführung v.a. durch Johannas und Jakobs Oma Heidi stattfinden konnte, muss einfach auch einmal und in Dankbarkeit erwähnt werden! Und natürlich freuen wir uns auch sehr, dass Dorothea und Sabine das Patenamt für Johanna übernommen haben. Vielen Dank an alle, die dieses Fest zu einem unvergesslichen Tag für uns gemacht haben!

Wir sind an diesem Tag nicht zum Fotografieren gekommen. Dieser Tag war so schön, aber auch angefüllt mit vielen Gesprächen, kleinen organisatorischen Hürden, Bespaßungseinheiten für gesunde und kranke Kinder, … Zum Glück haben aber einige andere wunderschöne Fotos von der Taufe und darum herum gemacht, vielen Dank!

Kurz vor der Taufe:

Johannas Taufe:

Unsere schönsten Gäste und Johanna mit Opa Willi:

Es wurde sogar eine alte Schatztruhe gefunden!

Sonntag, 15. Mai 2011

Ein Teil unserer Gäste bleibt bis in den Sonntag in Jesserndorf. Nach einem gemeinsamen Frühstück brechen die meisten dann auf. Mit dem verbleibenden Rest wird noch der Burgberg zur Ruine Bramburg erklommen. Jakob geht es schon deutlich besser und spätestens nach einem späten und langen Mittagsschlaf scheinen die Lebensgeister wieder Besitz von ihm ergriffen zu haben.

Montag, 16. August 2011

Wir beginnen die geplanten Behördengänge. Zunächst einmal steht die Nachbeurkundung von Johannas Geburt auf dem Programm. Das scheint schnell und unkompliziert zu gehen. Wir sollen ein paar Tage später zur Unterschrift und Abholung der Urkunden kommen. Es hat also doch einen Vorteil, weiterhin einen Wohnsitz in Deutschland zu haben. Wäre dies nicht der Fall, so wäre das wohl völlig überlastete Standesamt Berlin für Nachbeurkundungen zuständig. Auf der Internetpräsenz des Auswärtigen Amtes wird angegeben, dass es hier bis zu 2 Jahre dauert, bis man nach Antragsstellung eine Nachbeurkundung und deutsche Geburtsurkunde in den Händen hält… Nachmittags fährt Jakob mit Opa Gerhard in eine Gärtnerei und ist fasziniert vom überdachten Blütenmeer und dem betörenden Duft im Gewächshaus.

Dienstag, 17. Mai 2011

Wir brechen früh morgens nach Göttingen auf. Johanna schläft zum Glück wieder ein und schläft bis zur Abfahrt von der Autofahrt kurz vor Göttingen durch. Neben 2 Arztbesuchen wollten wir einfach mal wieder durch Göttingen schlendern, in die Jacobikirche gehen, in aller Ruhe einkaufen, ein paar Freunde treffen, … Nicht nur, aber besonders aus der amerikanischen Perspektive ist Göttingen eine wirklich sehr schöne Stadt. Auch in Göttingen hat das Streichkonzert öffentlicher Mittel und Subventionen sicherlich längst begonnen. Der öffentlich sichtbare Wohlstand ist allerdings unvergleichlich – begonnen mit dem Zustand der Straßen bis hin zu den wunderbaren Spielplätzen. Nur: Wir hatten längst vergessen, wie lästig es ist, dass überall ohne große Rücksicht auf andere geraucht wird. Im Außenbereich der Cafés, in der Fußgängerzone, auf dem Spielplatz, …

Nachmittags besuchen wir ausgiebig das Badeparadies Eiswiese. Leider hatten wir unseren Fotoapparat vergessen. Das stolze Gesicht von Jakob hätten wir gerne eingefangen, als dieser immer wieder alleine die Treppe zur Wassserrutsche erklomm.

Mittwoch, 18. Mai 2011

Ich statte meiner alten Arbeitsstätte einen Besuch ab und halte einen Vortrag über eines meiner Projekte in Philadelphia. Eine lustige Mischung aus Flashback und Nostalgie. Da klar war, dass ich nur eingeschränkt Zeit haben werde und darüberhinaus auch meine mögliche Rückkehr in die Klinik noch deutlich in der Zukunft liegt, habe ich außer dem Vortrag keine weiteren Verabredungen vereinbart. Umso schöner die spontanen Begegnungen. Während dieser Zeit verbringen Christine, Jakob und Johanna einige Stunden auf dem Spielplatz auf den Schillerwiesen. Kurz vor unserem Umzug in die USA wurde dieser für Jakob sehr interessant und wir verbrachten bereits damals einige Zeit dort.

Wir beenden schließlich unseren Besuch in Göttingen mit einem letzten Treffen mit Freunden im Café Esprit. Die Heimreise ist dann weniger entspannt. Johanna schreit uns mehrere Male von der Autobahn und spätestens als Jakob in das Konzert miteinstimmt wird beschlossen, dass in Zukunft der Beifahrerraum mit einer schalldichten Wand von der Fahrerkabine getrennt wird… Zumindest sollte lärmbedingte Schwerhörigkeit bei Eltern als Berufskrankheit anerkannt werden.

Donnerstag, 19. Mai 2011

Bei hochsommerlich warmen Wetter machen wir einen kleinen Ausflug zur Mariengrotte. Die Mariengrotte ist ein Ensemble größerer Felsen auf einer Anhöhe im Wald etwas oberhalb Jesserndorfs. Hier soll ein Jesserdorfer Pfarrer im Gebet vom Zungenkrebs geheilt worden sein. Heute findet man hier eine kleine Marienstatue und ein Glockentürmchen. Vor beinahe 3 Jahren haben wir hier kurz nach der Namensfindung unseren Jakob „eingeläutet“. Heute ist Jakob selbst der Klangmeister. Für Jakob eindeutig das Highlight des Tages.

Nachmittags erfolgt der Behördengang Teil 2. Abholen der deutschen Geburtsurkunden und Beantragung von Johannas deutschem Reisepass. Der kulinarische Höhepunkt des Tages ist dann ein Abendessen im Weingarten Jesserndorf.

Freitag, 20. Mai 2011

Der Tag vergeht mit dem letzten größeren Einkauf mit Dingen für unsere Rückkehr in die USA und Warten auf Oma Heidi und die großen Kindern. Jakobs Cousine und 2 seiner Cousins kommen über das Wochenende noch einmal nach Jesserndorf. Vor dem Einkauf besteigen wir noch einmal die Bramburg:

Samstag, 21. Mai 2011

Der Tag beginnt mit einem Kampf mit dem Leihwagen. Ein Sitz ist verklemmt, wird aber für den geplanten Besuch im Freibad Ebern benötigt. Ein anstrengender Ausflug mit 2 großen Kinder einem Kleinkind und einem Säugling. Den unterschiedlichen Bedürfnissen kann man kaum gerecht werden, abgesehen vielleicht von der Pommes- und Eispause.

Mittags kommt auch Maria noch zu Besuch nach Jesserndorf. Der Holzvorrat auf dem Lagerfeuerplatz wird zwar durch einen heftigen Regenschauer durchnässt, lässt sich später aber doch noch für ein Lagerfeuer entzünden. Jakob angespornt von den anderen großen Kindern verdrückt 4 Bratwürstchen. Allerdings darf nur Ilijas als Kellner und Mundschenk fungieren…

An diesem Tag zeigen beide Kinder einen sehr schönen Entwicklungsfortschritt: Jakob wacht kurz nach dem Einschlafen noch einmal auf und antwortet auf die Frage „Bist Du nocheinmal aufgewacht?“ nicht mit „Jaka aufwacht.“ oder „Du Aufwacht.“, sondern mit „Aufwacht ICH.“ – Die Entdeckung des ICH. Überhaupt ist es faszinierend wie Jakob beginnt, Mehrzahl und Vergangenheit zu verwenden. Und Johanna gelingt es nun sich vom Rücken auf den Bauch zu drehen.

Sonntag/Montag, 22./23. Mai 2011

Am frühen Sonntagnachmittag Abfahrt der großen Kinder und Opa Gerhard. Danach verbringen wir einen ruhigen Nachmittag auf dem Dorfspielplatz. Der Montag vergeht mit Reisevorbereitungen…

Dienstag, 24. Mai 2011

Es geht wieder nach Hause nach Philadelphia. Beide Kinder meistern den Flug vorbildlich! Johanna schläft viel und Jakob hält ebenfalls einen langen Mittagsschlaf. Die beiden Flüge verliefen damit entgegengesetzt zu unseren Erwartungen: Der Nachtflug nach Deutschland war deutlich anstrengender als der Tagflug. Ein schöner Urlaub in Deutschland liegt damit hinter uns. Aller Voraussicht nach wird Deutschland die gesamte Familie das nächste Mal nicht als Besucher sondern als Rückkehrer wiedersehen …

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