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Kalifornien, Route 1 und San Francisco

In Uncategorized on 3. Oktober 2012 at 16:17

Früh morgens an Tag 11 starten wir nach Norden auf der berühmten Küstenstraße, der Route 1. Die meisten nehmen diese Straße Richtung Süden, was alleine dadurch Sinn macht, dass auf der rechten, der Küste zugewandten Seite, die meisten Haltebuchten sind. Allerdings quält sich an unserem Reisetag ein Radrennen von Norden nach Süden gegen Wind und Berge, das die Reisegeschwindigkeit deutlich reduziert hätte. Hier ein paar Impressionen vom Teilstück bis zu unserem ersten Halt am Julia Pfeiffer Burns State Park:


Im Julia Pfeiffer Burns State Park gibt es einen der wenigen Wasserfälle, die direkt im Pazifik enden. Wegen der allgemeinen Trockenheit in den vergangenen Monaten führt auch dieser Fluss wenig Wasser. Die allgemeine Kulisse ist allerdings so überwältigend, dass der Wasserfall wahrscheinlich auch mit mehr Wasser einfach in den Hintergrund tritt.

Unser nächster Halt ist im Point Lobos State Preserve. Der Wind bläst uns hier fast weg. Wir haben aber einen beeindruckenden Blick auf eine Seelöwen- und Seeotterkolonie und die Küste.


Danach gehen wir sehr gut in Carmel essen und besuchen das Point Pinos Lighthouse in Pacific Grove. Nach einem kurzen Stop auf einem Spielplatz in Monterey geht es dann mit Stop am Pigeon Point Lighthouse bis nach San Francisco.

In San Francisco angekommen überraschen uns zwei unangenehme Umstände: Erstens finden wir den Schlüssel für das Ferienapartment nicht, der in einem kleinen Schlüsselsafe deponiert sein sollte. Die Beschreibung führte nicht wirklich zu einem Seiteneingang wenige Meter entfernt vom Haupteingang. Zweitens empfing uns im Apartment ein unangenehmer Geruch, als dessen Ursache sich ein verstopfter Abfluss der Badewanne mit in selbiger stehendem Abwasser und Essensresten herausstellte. Ohne zwei todmüden Kindern wären wir wohl in ein Hotel umgezogen. Allerdings muss man wissen, dass Hotels in San Francisco sehr teuer sind und abhängig von Großveranstaltungen und Konferenzen unbezahlbar werden. Aus diesem Grund stellte sich ein Hotel in der Planung schon als nicht wirklich finanzierbar heraus. Der Besitzer des Apartments veranlasst am folgenden Tag zwar die Behebung des Problems. In Anbetracht des beinahe 4-stelligen $$$-Betrags für 3 gebuchte Nächte erscheint die Flasche Wein als „Ausgleich für Unannehmlichkeiten“ zwar als nette Geste, aber nicht wirklich als ausreichend…

Die Stimmung erreichte hier kurzzeitig den Tiefpunkt unseres ansonsten wirklich gelungenen Urlaubs. Nicht wirklich entspannt konnte ich daher ein Konzert mit Jack DeJohnette, Chick Corea und Stanley Clarke genießen.

An Tag 12 beginnen wir unser Sight Seeing Programm in San Francisco. San Francisco stellt sich als nur bedingt geeignetes Ziel für einen Familienurlaub mit Kleinkindern heraus. Hauptursache: Eine der Hauptattraktionen, die Cable Cars, sowie reguläre Straßenbahnen sind dermaßen voll, dass sich zwar einzelne Erwachsene noch dazuquetschen können, aber keine kleinere Familie. Wir verbringen daher an diesem Tag an die 2 Stunden, um auf öffentliche Verkehrsmittel zu warten, die noch Platz für uns hatten. Auch ist die Fisherman’s Wharf nur etwas für Menschen, die Touristenmassen, schlechtes Essen und überteuerte Preise mögen. Trotzdem war dieser Tag ein sehr schöner Tag. Wir beginnen mit einer kurzen Cable Car Fahrt zum Cable Car Museum, das gleichzeitig das Maschinenhaus mit den Antriebsmotoren für die unterhalb des Straßenniveaus verlaufenden Endlosseile für die noch betriebenen 3 Cable Car Linien ist. Nach einigem Warten (s.0.) geht es dann weiter zur Fisherman’s Wharf, von der wir mit einem Schiff unter der Golden Gate Bridge und an Alcatraz vorbeifahren. Außerdem findet sich hier ein 2-stöckiges Karussell, das natürlich „ausprobiert“ werden muss. Danach steigen wir über unzählige Treppen auf den Telegraph Hill, um die Aussicht vom Coit Tower, einem Aussichtsturm hoch über San Francisco, zu genießen. Nach dem Abstieg warten wir wieder vergebens auf eine Straßenbahn, gehen dann zu Fuß weitgehend nach Hause, um noch einmal auf die Cable Car für den Rest des Weges zum Ferienapartment zu warten.

Warten auf die Cable Car

Bay Cruise


San Francisco vom Coit Tower

Am letzten Tag 13 unseres Urlaubs planen wir, in das San Francisco Museum of Modern Art zu gehen, sind aber eine Stunde vor Öffnung am Museum. Zum Glück befindet sich in einem angrenzenden Park ein historisches Karussell. Ein Besuch des San Francisco Museum of Modern Art lohnt sich sehr. Eine selbst verursachte Schwierigkeit ist lediglich der gut gemeinte Hinweis an Jakob, dass man die Kunstwerke und Bilder nicht anfassen darf. Ab diesem Hinweis steuert Jakob auf jedes Gemälde mit den Worten zu „Will es anfassen!“


San Francisco Museum of Modern Art

Zum Abschluss unseres Urlaubs wollen wir auf dem Lands End Trail spazieren gehen und die Golden Gate Bridge von der westlichen Seite bewundern. Obwohl wir bei schönstem Wetter in Downtown San Francisco starten, empfängt uns dort dichtester Nebel, der auch die Golden Gate Bridge beinahe vollständig verbirgt. Eindrucksvoll ist unser Spaziergang wegen des Klangs der vielen Nebelhörner tr0tzdem.

Tag 14 ist ausgefüllt mit der „Heimreise“ nach Philadelphia. Auf dem Flughafen in Philadelphia angekommen, stellt Jakob, für den nicht nur unser Auszug aus der Wohnung in Philadelphia, sondern auch jeder Ortswechsel im Urlaub ein richtiger Umzug war, fest, dass wir jetzt „nur noch“ nach Deutschland ziehen und dann lange, lange nicht mehr umziehen werden. Nach Bestätigung dieser Feststellung meint Jakob: „Das wird aber dann total langweilig!“

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