stettnersinusa

Der Anfang vom Ende

In Uncategorized on 26. Mai 2012 at 00:08

Spätestens mit meiner Deutschlandreise im April wurde der Anfang vom Ende unserer Zeit in den USA eingeläutet. Nach der Rückkehr schloss sich eine Arbeits- und Entscheidungs-intensive Zeit an. Zunächst einmal sollten Beiträge zu einem Kongress, der im Oktober in New Orleans stattfindet, eingereicht werden. Hierfür musste noch ganz erheblich an den Daten gearbeitet werden. Ein paar Stunden vor Ablauf der Deadline waren wir dann tatsächlich fertig… Leider ist es nicht einmal sicher, dass ich an diesem Kongress teilnehmen kann, denn er fällt in unsere transatlantische Übergangsphase.

Daneben – und v.a. nach Ablauf der Beitrags-Deadline – haben wir an unserer Entscheidung gearbeitet, wohin wir in Deutschland im Herbst wieder zurückkehren wollen. Das war eine nicht ganz einfache Entscheidung. Letztendlich sprachen ein rationales Abwägen aller beruflichen, privaten und familiären Punkte und auch das „Bauchgefühl“ knapp für Göttingen. Liebe mitlesende Göttinger: Solltet Ihr also zufällig von einer frei werdenden Wohnung oder einem Haus hören (optimalerweise mit 4 oder mehr Zimmern und nicht weiter als 2-3 km von der Innenstadt und/oder dem Klinikum entfernt, frei ab September (oder Oktober)), dann denkt an uns! Em.ail-Adre.sse findet sich hier. Beinahe wäre ich bereits für  eine Wohnungsbesichtigung ganz spontan über den Atlantik geflogen. In den Weiten des WWW fand sich nämlich eine schöne, große, grundsanierte Wohnung in unmittelbarer Nähe zu unserer alten Wohnung – leider ein wenig teuer. Ich konnte mich doch nicht dazu durchringen, so spontan einen 4-stelligen USD-Betrag in ein Flugticket zu investieren und in der Kürze der Zeit kaum mehr andere Besichtigungstermine organisieren zu können. Und inzwischen hat die Wohnung auch einen anderen Mieter gefunden…

Eine weitere Überraschung erlebten wir mit unserem Vermieter hier in Philadelphia, der in der Vergangenheit mehrfach signalisiert hatte, mit dem Ende unseres Mietvertrages sehr flexibel zu sein. Jetzt ist nicht mehr viel von der Flexibilität vorhanden, da er die Wohnung gerne wieder zum Beginn des akademischen Jahres anbieten möchte. Wir haben uns nun auf einen Kompromiss geeinigt und werden wohl nach unserem Auszug noch ein wenig auf Reisen gehen, was eigentlich zu einem früheren Zeitpunkt geplant war. Das ist zwar organisatorisch ein wenig kompliziert, hat aber auch ein paar Vorteile.

In den USA ist das kommende Wochenende ebenfalls ein verlängertes Wochenende. Aber hier ist es nicht Pfingsten, sondern der Memorial Day, der der Bevölkerung am Montag einen arbeitsfreien Tag beschert. Wir haben für das verlängerte Wochenende wieder einmal einen Mietwagen reserviert. Von unseren Aktivitäten werden wir berichten. Jakob hat großzügigerweise angeboten, den Mietwagen diesmal zu bezahlen und holte schon einmal seinen Geldbeutel. Vor ein paar Monaten haben wir Johannas Babybett verkauft und der Käufer schenkte Jakob seinen ersten eigenen Dollar. Seitdem wird gesammelt, seit kurzem sogar im eigenen Geldbeutel. Tatsächlich hat er genug angespart, um sich ein Auto zu kaufen. Das kommt dann aber eher von Toy.sRu.s als von der Mietwagenstation…

Wir gehen in unserer kleinen Familie offen mit der Tatsache um, dass wir in ein paar Monaten umziehen werden. Jeder Moving Truck erinnert Jakob wieder daran, und die gibt es momentan überall zu sehen, da das Studienjahr gerade zu Ende ging und eine große Auszugswelle durch University City läuft. Ein wenig besorgt war Jakob schon, als ich ihm den normalen Weg der Umzugskartons erklärte. Erst Moving Truck, dann Schiff, dann wieder Moving Truck. V.a. das Schiff war ihm nicht geheuer, weil es ja untergehen könnte. Vor kurzem entdeckte Jakob aber in einem seiner Bilderbücher aus der Bücherei die amerikanische Variante des Umziehens. Ein Fertighaus wurde hier kurzerhand auf einen Truck geladen und zum neuen Wohnort gefahren. Seitdem ist Jakob fest davon überzeugt, dass wir auch „unser Haus“ auf einen Truck laden können und das Schiff überhaupt nicht brauchen…

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