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Zurück in Philadelphia

In Uncategorized on 5. Mai 2012 at 23:25

Gut 2 Wochen Familientrennung liegen hinter uns. Aus Philadelphia wurde ja bereits ein wenig berichtet. In Deutschland ging die Zeit sehr schnell vorbei. Zunächst musste wieder einmal ein neues Wiedereinreisevisum beantragt werden. Ohne diesen Eintrag in den Reisepass ist eine Einreise in die USA nicht möglich, auch wenn alle anderen für einen Aufenthalt notwendigen Papiere vorhanden sind. Lästigerweise kann ein solches Visum nur außerhalb der USA und meist nur im Heimatland in einem Konsulat der USA beantragt werden. Und da hierfür nur früh morgens Termine vergeben werden, die am Tag der Ankunft in Deutschland nach einem transatlantischen Flug realistischerweise nicht eingehalten werden können, blieb nichts anderes übrig, als einen Tag nach der Ankunft wieder nach Frankfurt zu fahren. Die Visumsangelegenheit bestimmte auch die Dauer der Deutschlandreise, da auf der Website des Konsulats eine Bearbeitungsdauer von 6-10 Arbeitstagen angegeben wird. Hätten wir vorhersehen können, dass der Pass samt Visum bereits nach 2 Tagen im Briefkasten lag, wäre die Familientrennung etwas kürzer ausgefallen…

Es ging dann erst einmal nach Münster auf die Jahrestagung der Gesellschaft für Neuropädiatrie, auf der ich einen Vortrag halten durfte. Ein netter Kongress, der mir wieder Lust auf Klinik gemacht hat, ansonsten aber v.a. für „Hintergrundrecherchen“ bezüglich unserer für den Herbst geplanten Rückkehr nach Deutschland genutzt wurde. Bereits in den Wochen zuvor hatte ich Kontakte zu alternativen Rückkehrorten / Kliniken geknüpft. Manches stellte sich schnell und bereits im Vorfeld als wenig attraktiv heraus. Konkrete Gespräche wurden mit 2 Klinikchefs für die Jahrestagung vereinbart, resultierten aber dann nicht in dem gegenseitigen Interesse, das für eine Intensivierung der Gespräche nach der Jahrestagung und konkrete „Verhandlungen“ nötig gewesen wäre. Ganz abgesehen von Vortragsstress und „Networking“ war es aber sehr nett, ehemalige Kollegen und Freunde auf diesem Kongress wieder einmal zu treffen.

Nach einem Tag Verschnaufpause ging es dann für 3 Tage nach Göttingen. Auch hier war die Zeit gut ausgefüllt mit Gesprächen in der Klinik, in dem Labor, in dem ich vor einigen Jahren schon einmal längere Zeit meine Forschung betrieben habe, mit Freunden und Kollegen, einem Seminarvortrag… Viele berufliche und private Punkte sprechen für eine Rückkehr nach Göttingen. So haben wir beispielsweise dank des Einsatzes eines Kollegen bereits Betreuungsplätze in einer der 2 bilingualen Göttinger Kindergärten für Johanna und Jakob. Dass das v.a. im Kleinkindbereich keine Selbstverständlichkeit ist, wurde mir im Laufe so mancher Gespräche mit Freunden/Kollegen erst so langsam bewusst. Diese Einrichtung hat während eines kurzen Besuchs einen sehr guten Eindruck auf mich gemacht. Sogar ein paar Häuser und Wohnungen habe ich in Göttingen besichtigt. Für eine effektive Wohnungssuche ist es allerdings noch zu früh. Und egal wohin es uns letztendlich verschlägt, werde ich wohl im Sommer noch einmal kommen müssen, um unsere zukünftige Bleibe zu suchen und zu finden…

Im Anschluss an meinen Besuch in Göttingen ging es dann noch in eines der größeren Ballungsgebiete in Deutschland, wo sich in zahlreichen vorgeschalteten Emailkontakten eine attraktive berufliche Alternative zu Göttingen abzeichnete. Das mehrstündige Gespräch konnte die Attraktivität nicht mindern. Man scheint hier wirklich interessiert zu sein an meiner wissenschaftlichen und klinischen Arbeit und tut sich auch nicht so schwer wie in Göttingen, zumindest in Teilbereichen konkrete Zusagen zu machen. Während in Göttingen wohl erwartet wird, dass wir wieder nach Göttingen zurückkehren, scheint man sich hier bewusst zu sein, dass es für mich/uns privat und beruflich Alternativen gibt. Unsere Entscheidung ist noch nicht gefallen, sie wird letztendlich Resultat eines nicht ganz einfaches Abwägen vieler Faktoren sein. Allzu viel Zeit bleibt für diesen Entscheidungsprozess nicht, denn für beide Alternativen gibt es Deadlines für die Antragsstellung einer Uni-internen Forschungsförderung für „Rückkehrer“ aus dem Ausland, die den Transfer meiner Arbeit erleichtern und ein wenig Freiraum für das Einwerben größerer Drittmittel schaffen würde.

Bevor es dann wieder zurück nach Philadelphia ging, blieben dann sogar noch ein paar Tage ohne festes Programm. U.a. um das Maibaumaufstellen samt zugehöriger oberbayerischer Folklore im Heimatdorf zu beobachten und die gesamte Familie mit allen Schwestern und kompletten Anhang mal wieder zu treffen. Und natürlich konnte so auch so mancher Mitbringselwunsch erfüllt werden…

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