stettnersinusa

Summer in the City

In Uncategorized on 23. März 2012 at 23:33

Seit ein paar Tagen ist Sommer in Philadelphia. Temperaturen bis über 25°C und eine explodierende Natur. Immer mehr Bäume scheinen über Nacht in ein weißes Blütenmeer eingetaucht zu sein. Die Magnolien haben, kaum aufgeblüht, schon fast wieder ihre Pracht verloren. Und die ersten Bäume haben diesen phantastischen Grünschimmer der ersten, sich öffnenden Blattknospen. Innerhalb weniger Tage wurden Winterklamotten gegen kurze Hosen und T-Shirts getauscht – nicht ganz einfach, wenn man so ein Gewohnheitsmensch wie Jakob ist… Und der Vorplatz vor unserer Haus-/Wohnungstür wird wieder zum abendlichen Treffpunkt zum Spielen und Bücher und Zeitung lesen… Allerdings stehen wohl jetzt erst einmal wieder 2 kältere Regentage an.

Georg verbringt momentan die meiste Zeit einschließlich der Wochenenden und Abende bis weit in die Nacht im Labor. Da hat sich jemand vielleicht ein wenig zu viel vorgenommen… Andererseits müssen Vorträge für die kommende Deutschlandreise in der 2. Aprilhälfte vorbereitet werden, hierfür noch Daten ausgewertet und Abbildungen gestaltet werden, sowie reichlich Literatur durchgearbeitet werden. Gleichzeitig tummeln sich zwischen Ende März und Anfang Mai Abstract-Deadlines für eine ganze Reihe wichtiger Kongresse. Daten für ein paar potentielle Kongressbeiträge wären vorhanden, müssen aber größtenteils auch erst noch ausgewertet werden. Die Arbeit an einem beinahe fertigen Manuskript kommt nicht wirklich voran, und das Material für 2 weitere steckt „in der Pipeline“. Wie wenn das nicht schon genug wäre, bestand der Vorsatz, bis zur Deutschlandreise einen diskussionsfähigen Entwurf eines Antrags auf Forschungsförderung für die Zeit nach der Rückkehr nach Deutschland in den Computer getippt zu haben… Das wird wohl in der verbleibenden Zeit eher nur eine mehr oder weniger klar ausformulierte Projektidee werden.

Und die Rückkehr ist nicht mehr wirklich in allzu ferner Zukunft. Theoretisch läuft die Finanzierung unseres Aufenthaltes in den USA noch bis September/Oktober. Wahrscheinlich kommen wir aber schon 2 Monate früher zurück. Und wenn man dann die Deutschlandreise im April, einen Kongress im Juni in Boston und vielleicht noch 2 Wochen Herumreisen in den USA berücksichtigt, bleibt für die Abwicklung aller Projekte nicht mehr wirklich Zeit im Überfluss übrig. Momentan stehen alle Zeichen für unsere Rückkehr auf Göttingen. Jedenfalls hätten wir hier dank des hartnäckigen Einsatzes eines ehemaligen und wohl auch wieder zukünftigen Kollegen eine Betreuungszusage für Johanna und Jakob ab dem kommenden Kindergartenjahr, sogar in einer der wenigen bilingualen Einrichtungen. M.: Falls Du unseren Blog noch verfolgst auf diesem Weg noch einmal herzlichen Dank!!! Dass wir tatsächlich für beide Kinder eine Betreuungsplatzzusage erhalten könnten, hatten wir schon kaum mehr geglaubt. 80% aller Einrichtungen fielen von vornherein aus, weil sie entweder keine Arbeitnehmer konformen Betreuungszeiten anbieten oder Kinder nur mit nachgewiesenem Wohnort in Göttingen angemeldet werden konnten. Vom Rest der Einrichtungen haben wir Absagen erhalten oder in einem Fall nur eine Platzzusage für Jakob und nicht für Johanna. In den letzten Wochen hat sich aber mindestens eine konkrete berufliche Alternative zu Göttingen herauskristallisiert.

Während Georg also meistens nur ein paar Stunden zum Schlafen und um die Abendessens- und Bettgehzeit herum zu Hause war, haben Johanna, Jakob und Christine einen neuen Spielplatz entdeckt und dort einige der Nachmittage verbracht. Das beste an diesem Spielplatz ist eine Güterzugbahnlinie, die direkt daran vorbei führt. Allzu viele Züge fahren hier zwar nicht. Wenn dann doch einer kommt, kleben innerhalb weniger Sekunden alle Kinder am Zaun und bestaunen die vorbeifahrenden Züge. Und Jakob hat sich endlich mit den Tretbooten im Zoo angefreundet, die wie Schwäne aussehen. Im letzten Jahr hätte Papa so gerne ein paar Mal mit Jakob ein paar Runden auf dem Rücken eines Schwans auf dem Teich im Zoo gedreht. Allerdings besteht hierfür Schwimmwestenpflicht, und nicht nur einmal mussten wir alles wieder abbrechen, weil Jakob sich weigerte, die Schwimmweste anzuziehen…

Warten auf den Zug und Spielen mit fremden Spielsachen

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