stettnersinusa

Tiefen und Höhen

In Uncategorized on 26. Februar 2012 at 23:57

Tiefen und Höhen wurden in den letzten Tagen durchlaufen. Die Tiefen wurden v.a. durch eine Vireninvasion bestimmt. Erst musste Jakob daran glauben. Die leichte Erkältung selbst war nicht das Problem. Unangenehm wurden aber für alle die Pseudokrupp-Attacken in 2 1/2 Nächten… Seit Donnerstag wird Johanna vom Virus gequält. Die Nase läuft, die Augen sind verklebt und die Temperaturen liegen zumindest zeitweise im oder oberhalb des subfebrilen Bereichs. Da Eltern ja selbst nicht schwächeln dürfen, beenden wir die Ausführung der Tiefen damit.

Die Höhen betrafen v.a. Jakob, auch wenn nicht wirklich eindeutig gesagt werden kann, dass er sie verdient hatte… Eine Einladung zur Geburtstagsparty vom Bruder von Jakobs Kindergartenfreundin, die etwas außerhalb von Philadelphia am Sonntag stattfand, veranlasste uns, wieder einmal einen Mietwagen für das Wochenende zu nehmen. Verschiedene Wünsche führten uns am Samstag zu unserer Stamm-Einkaufs-Mall. Unter anderem sollte Jakob neue Schuhe bekommen, denn vor einer Woche hatte er einmal einen verloren und mit einem einzelnen Schuh läuft es sich nicht wirklich gut. Eigentlich wollte er gerne Schuhe kaufen und sprach schon seit einigen Tagen davon, dass wir wieder einmal in die Mall fahren werden. Anziehend dürften in der Mall auf Jakob eigentlich nur die Schaukelautos und Wackelpferde sein, die mit 25 Cent-Stücken gefüttert werden wollen. Die wurden uns dann auch zum Verhängnis, denn natürlich wollte Jakob diese schon beim ersten Blickkontakt füttern lassen. Seine Eltern sahen das anders (eher so als krönenden Abschluss einer aus Kinderaugen sicherlich todlangweiligen Einkaufsparty) und verspielten damit Jakobs Kooperation. Alle verfügbaren Schuhe in diversen Schuhläden fielen durch und Jakob signalisierte schließlich, dass er unter den gegebenen Umständen (s.o) überhaupt keine neuen Schuhe will… Eine Weile später, die 25 Cent-Stücke fanden inzwischen ihr vorbestimmtes Schicksal und die Familie war bereits auf dem Rückweg zum Auto, machte ein weiterer „Fehler“ der Eltern Jakob dann doch noch glücklich: Ein letzter Schlenker in einen Sketc.hers Laden wurde vollzogen, weil die einzigen Schuhe, die vorher beinahe akzeptiert wurden und von Sktc.hers waren, nicht in der richtigen Größe vorrätig waren. Dumm nur, dass es hier Schuhe gab, die beim Laufen blinken… Seitdem stampft Jakob mit seinen neuen Schuhen durch die Weltgeschichte und verrenkt sich dabei, um auch selbst die Blinkelichter sehen zu können…

Der Sonntag war zunächst geprägt von „Unpässlichkeiten“ so mancher Familienmitglieder. Wäre nicht alles (Auto, Wochenendplanung, …) von der Geburtstagseinladung bestimmt worden, wir hätten diesen Ausflug wahrscheinlich einfach genervt und kurzfristig abgesagt, veranlasst von dieser absurden Mischung aus „konsequentem“ elterlichen Handeln, Folgen nicht wirklich angebrachten Verhaltens, Hilflosigkeit in der Interaktion zwischen 3- und mehr als 30-jährigen, … So brachen Vater und Sohn dann schließlich doch auf und „versöhnten“ sich bereits auf der Fahrt. Nach der Rückkehr funktionierte dann auch die geschlechterübergreifende innerfamiliäre Kommunikation wieder und das Wochenende endete dann doch noch so, dass Jakob einiges auf die zum Abendritual gehörende Frage einfiel, was denn schön am vergangenen Tag gewesen sei. Dabei war anfangs alles andere als klar, dass die Geburtstagsparty ein Erfolg werden könnte, denn die Party fand in einer großen Kinderspielhalle statt, in der Eltern nur in abgegrenzten Bereichen erlaubt sind. Das bedeutete, dass Jakob mit 2 wildfremden Frauen mitgehen sollte, die ihn zu den anderen Kindern bringen wollten, was natürlich nicht funktionierte. Zudem musste Jakob seinen neuen Blinkeschuhe ausziehen und später sogar noch die Socken. Zuviel für Jakob, und ich sah uns schon für die Dauer der Party irgendwo am Rand sitzen und zusehen… Irgendwann kam dann glücklicherweise Jakobs Kindergartenfreundin vorbei und von da an war nicht mehr viel von Jakob zu sehen. Die ersten 30 Minuten durften die Kinder auf Hüpfburgen und Trampolins toben, danach ging es weiter in ein riesiges Klettergerüst und am Ende gab es Pizza, Obstsalat und Cup Cakes. Schade war eigentlich nur, dass alles wenig interaktiv war. Aber Kinder brauchen wohl ab und zu dieses „jetzt renne, tobe, hüpfe und schreie ich, so lange wie ich kann oder darf“. Jedenfalls saßen 90 Minuten nach Beginn der Party knapp 20 völlig erschöpfte, verschwitzte und heisere Kinder an einem Tisch und aßen ihre Pizza…

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