stettnersinusa

Ein schwieriges Alter…

In Uncategorized on 3. Februar 2012 at 21:25

3 Jahre ist ganz offensichtlich ein schwieriges Alter.

Dabei kann man mit 3 schon so wahnsinnig viel: Verhandeln und diskutieren zum Beispiel („Nur, noch einmal, Mama! Ein allerletztes mal!“ – freundliches Nein – „Ein allerallerallerletztesmal, ausenweise, biiiitte!“). Oder den richtigen Zeitpunkt abwarten, wenn Mama mit Johanna im Bad ist, Papa noch arbeitet und man dann alle Ruhe der Welt dafür hat, eine Stuhl als Steighilfe bereitzustellen, auf die Küchenzeile zu klettern, die Nutella vom höchsten Regal zu angeln, wieder abzusteigen, sich brav an den Esstisch zu setzen, das halbe Glas auszulöffeln und Mamas Blicke mit einem „Das hat Spaß gemacht, Mama!“ zu erwidern. Oder Johanna trösten und Streicheln, wenn diese mal wieder nicht in ihren Mittagsschlaf findet und man gemeinsam im großen Kinderwagen unterwegs ist. Oder die 100 Teile Puzzle mit Altersangabe zwischen 4+ und 6+ je nach Tagesform alleine oder beinahe alleine machen. Überlegen, wie man an neue Bücher kommen könnte: „Ich fliege nach Deutschland, mit Flugzeug. Da kann die Oma mir neue Bücher kaufen. Die schicken wir dann mit der Post nach Hause. Und ich warte bis die Post kommt…“

Aber es gibt auch so vieles, was man kaum aushalten kann, wenn man schon 3 ist. Teilen zum Beispiel. Auch nicht virtuell, denn wenn Johanna mit etwas spielt, mit dem man theoretisch auch spielen könnte, ist das ja quasi wie teilen. Und das geht gar nicht. Die logische Folge davon: Das Interesse an Babyspielsachen ist wieder sprunghaft gestiegen… Kaum auszuhalten ist es auch, wenn man selbst nicht einmal mehr weiß, warum man sich gerade eigentlich aufregt. Da muss die Dezibelzahl dann unbedingt verdoppelt werden, und der gesteigerte Tränenfluss könnte so manchen ausgetrockneten Bach wiederbeleben. Freiwillig Zähne putzen? No way, außer wenn man gerade nicht daran denkt, dass man Zähneputzen eigentlich nicht mag. Im eigenen Bett schlafen ist auch so eine Strafe, die nur Eltern erfunden haben können. Am besten, man wartet, bis alle tief eingeschlafen sind, rennt dann so schnell wie möglich und alle Türen aufknallend ins Elternzimmer und rechnet damit, dass Mama und Papa aus dem Tiefschlaf aufgeschreckt nicht gegen den zusätzlichen Gast im Bett protestieren. Oder man klettert still und heimlich zu Johanna ins Bett…

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