stettnersinusa

Adventswochen

In Uncategorized on 22. Dezember 2011 at 21:26

Die vergangenen 3 Wochen seit Jakobs Geburtstag und Geburtstagsparty waren anstrengend und vergingen unwahrscheinlich schnell. Kaum Adventsstimmung, wenn man von der Weihnachtsliederberieselung in allen Geschäften, unseren Adventskerzen und Adventskalendern einmal absieht. Anstrengend ist es, wenn ein Kind die Nacht zum Tag macht. Johanna ist wieder einmal ziemlich erkältet, was natürlich ihren Nachtschlaf stört. Dumm nur, dass ihr Stimmorgan inzwischen eine beachtliche Dezibelzahl produzieren kann und sie die Stettner´sche Willensstärke geerbt hat. Bis 2 Stunden Dauerschreien und gefühlte mindestens 10malige elterliche Schlafunterbrechung… Kaum beginnt dann Johanna, in den frühen Morgenstunden doch noch ein wenig in den Schlaf zu finden, beginnt Jakob den Tag… „Ist nicht mehr dunkel, Papa! Geschenk (Adventskalender) auspacken!“ Wenn dann Papa 2x in der Woche Experimente bis teils weit nach Mitternacht hat und einige Kongressdeadlines zu erfüllen sind, ist das Familiensystem nah am allgemeinen Wahnsinn. Jetzt fehlt uns das 2. Kinderzimmer, dessen Türe man einfach schließen und mit Oropax das Geschrei eine Weile ignorieren kann. Ich bin ziemlich sicher, es würde früher aufhören im Vergleich zur Konstellation mit genervten, schlafen wollenden Eltern im selben Raum, die nicht so reagieren, wie Johanna es sich wohl wünscht.

Jakob hat um Weihnachten herum 2 Wochen Kindergartenferien. 2 Wochen, die irgendwie mit Aktivitäten gefüllt werden müssen, um dieses Energiebündel davon abzuhalten, seine Schwester nur noch zu ärgern und ständig ein riesiges Chaos zu veranstalten. Jakob liebt es momentan, „Müllabfuhr“ zu spielen. Der Inhalt sämtlicher Spielsachenkisten (und wenn man nicht aufpasst auch jener der Kleiderkommodenschubladen) wird dabei auf einen Haufen auf dem Boden ausgeleert. Anschließend setzt sich Jakob dahinter, macht Lastwagengeräusche, schiebt den Müllberg vor sich her und schichtet ihn um. „Mülltrennung und Recycling“ (Aufräumen) nach einer dieser etwas aus dem Ruder gelaufenen Episoden kann schon mal eine gute Stunde in Anspruch nehmen… Am Montag war Jakob mit Johanna und Mama in der Babyspielgruppe und überraschte dort damit, mit nur geringer Unterstützung ein richtiges Fahrrad fahren zu können. Ja, das Training mit dem Laufrad scheint doch etwas zu bringen! Großer Junge! Auch dachten wir, jetzt endlich das Gitter von Jakobs Bett entfernen zu müssen. Es stellt nicht mehr wirklich eine Barriere dar. Nach der Ankündigung, dass wir das Gitter „demnächst“ entfernen könnten, wollte Jakob schon selbst mit seiner Kinderbastelschere Hand anlegen und die Gitterstäbe durchschneiden… Als es dann endlich so weit war, fanden es beide Kinder extrem lustig ins Bett zu klettern und wieder hinaus zu hüpfen bzw. zu kriechen (und dabei Bilder mit dem Selbstauslöser zu machen). Versteht sich von selbst, dass Jakob seit Entfernen des Gitters sein Nacht- und Mittagsschlaflager bevorzugt auf dem Notlager aufschlägt, das eigentlich den vor lauten Schreigeräuschen flüchtenden Eltern vorbehalten ist. Auskosten der neu gewonnenen Freiheit… – so dachten wir wenigstens. 2 Tage später verlangte Jakob dann aber wieder nach dem Gitter: „Will nicht mehr rein und raus!“ sprach er und ließ sich nicht davon abbringen. So wurde das Gitter wieder angebracht und Jakob schlief zufrieden in seinem Bett wieder ein.

Der Weihnachtsmann… Santa ist eine richtige Schreckfigur für Jakob. Auch wenn wir eigentlich nicht mit der Angst drohen wollen, es funktioniert so gut, binnen kürzester Zeit ein mehr als braves Kind zu haben. Und alles, was hierfür nötig ist, ist der Hinweis: „Denk an Santa!“ Augenblicklich lässt Jakob von seiner Schwester ab, kommt freiwillig zum Zähneputzen, setzt sich beim Abendessen wieder auf seinem Platz, bleibt für den Mittagsschlaf brav im Bett liegen, … und sagt nur mit sorgenvoller Stirn: „Nein! Nein, nicht Santa denken. Christkind soll Geschenke bringen!“ Ja, wie schon in den vergangenen beiden Jahren haben wir das Christkind gebeten, den langen Weg über den Atlantik auf sich zu nehmen und der deutschen Tradition gemäß eine Bescherung bereits am Heiligen Abend zu ermöglichen. Santa (ganz abgesehen von den oben geschilderten Problemen) würde hier nämlich erst in den frühen Morgenstunden des Weihnachtstages kommen…

Am Dienstag traf Jakob seinen Freund Linus, am Mittwoch stand wieder einmal das Please Touch Museum und am Donnerstag der Zoo auf dem Programm. Morgen kommt dann noch Jakobs Kindergartenfreundin zum Spielen zu Besuch, womit eine Woche Ferien schon ausgefüllt wäre. In aller Stille wurde am Donnerstag Morgen auch der Weihnachtsbaum gekauft. Eigentlich wollte ich Jakob hierzu mitnehmen, aber Mama’s Unterhaltungsprogramm für Jakob in dieser kindergartenfreien Woche war einfach zu dicht und zu wenig synchron mit meinen Verpflichtungen im Labor. Jakob wäre wahrscheinlich sowieso enttäuscht darüber gewesen, dass ich zielstrebig einen der kleinsten Bäume ausgewählt habe, hat er doch die letzten Tage immer von einem „groooßen“ Weihnachtsbaum geträumt. Im ersten Jahr hatten wir den Weihnachtsbaum auf dem Christmas Village (Weihnachtsmarkt) gekauft. Am letzten Tag vor Weihnachten musste genommen werden, was übrig war. Trotz halbem Preis ein stolzes Sümmchen für ein kleines Bäumchen… Im 2. Jahr (da wurde das Christmas Village zeitweise in Holiday Village umbenannt, weil manche ihre Religionsfreiheit gefährdet sahen und der Name einen zu engen Bezug zum christlichen Weihnachtsfest hatte… ganz abgesehen von der Namensproblematik hielt das Christmas Village das Relikt heidnischer Bräuche (den Weihnachtsbaum) nicht in der richtigen Größe vor) kauften wir verhältnismäßig billig außerhalb von Philadelphia ein kleines, etwas dürres Bäumchen. In diesem Jahr die Erkenntnis, dass es auch in Philadelphia den Straßenchristbaumhändler um die Ecke gibt…

Ferienaktivitäten:

Auch im Labor lief alles auf eine allgemeine Urlaubsphase zu. Die Uni ist generell zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen. Mein Chef verschwand ungewöhnlicherweise sogar schon ein paar Tage vor Weihnachten in den Urlaub. Die alljährliche Institutsweihnachtsfeier fand auch wieder statt. Hier ist die Kernmannschaft der Arbeitsgruppe, in der ich arbeite, zu sehen:

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