stettnersinusa

Schlafschule

In Uncategorized on 10. Oktober 2011 at 21:29

Johannas Nachtaktivitäten gingen in den vergangenen Monaten nicht spurlos an ihren Eltern vorüber. Daher beschlossen wir, dass die Zeit für Johanna gekommen sei, vernünftig schlafen zu lernen und nicht stündlich den Schlaf ihrer Eltern zu stören. Am einfachsten wäre es jetztwohl gewesen, wenn wir für Johanna ein eigenes Zimmer gehabt hätten. Und Jakobs Abendrituale (Quatschmachen, Vorlesen, Musikhören, noch eine Weile im Bett spielen, etc.) machen es zumindest momentan unmöglich, Johanna und Jakob im selben Zimmer (ein-)schlafen zu lassen. Also wurde Mama auf unser Besucherschlafsofa in Jakobs Zimmer ausquartiert, ein Mindestabstand zwischen den Stillmahlzeiten von 4 Stunden festgelegt und Oropax für Papa bereitgelegt. Letzteres wurde nicht wirklich benötigt. Trotz eines quälenden Schnupfens und Hustens in den ersten Nächten des „Schlaftrainings“ war die „Lernkurve“ erstaunlich steil. Innerhalb weniger Nächte lernte Johanna nur 1-3x nachts aufzuwachen, und von den ersten beiden Nächte sowie den mehreren bis zu 1 Stunde dauernden Schreiattacken reden wir jetzt mal nicht. Allerdings festigte sich mit dem Schlaftraining auch Johannas Neigung zum „Frühaufstehen“: Spätestens ab 6 Uhr ist das Herumliegen egal in welchem Bett einfach blöd…

Da sozusagen die Schlaf-Grundschule erfolgreich absolviert wurde, beschlossen wir, Johanna ohne große Unterbrechungen auf eine weiterführende Schlafschule zu schicken. Lernziel: Essen am Tag reicht völlig aus, die Nacht ist zum Schlafen und Träumen da. Richtig glücklich war Johanna darüber nicht. Ein paar schwierige Nächte mit langen Schreiphasen in der 2. Nachthälfte folgten. Aber auch hier: die ersten beiden Nächte waren besonders schlimm, ab der 3. Nacht wachte Johanna nur 1-2x auf und protestierte in abnehmender Dauer gegen die ausbleibende Nahrungszufuhr.

Die Bewährungsprobe im richtigen Leben nach Rückführung von Mama ins eigene Bett verlief etwas kompliziert, v.a. wegen einer neuen Erkältung von Johanna mit Husten und Schnupfen. Aber auch, weil die mütterlichen Instinkte von den Vorstellung des Vaters, wie alles abzulaufen hatte, abwichen, Papa keinen direkten Zugang zu Johannas Bett mehr hatte (da lag ja jetzt wieder Mama dazwischen), Johanna immer zuerst Mama erblickte, wenn sie mal aufwachte… So wurde Mama zwischenzeitlich noch einmal ausquartiert und die nächtliche Familienzusammenführung ein paar Tage später wieder begonnen.

Beinahe 4 Wochen nach Beginn des Schlafunterrichts sind nun die Hoffnungen groß, dass die Anstrengungen nicht umsonst waren. Johanna wacht meist in den ersten Stunden nach Mitternacht einmal kurz auf und findet dann relativ leicht wieder in den Schlaf. Ab 4 Uhr scheint der Hunger aber doch zu groß zu werden. 1x Stillen erlauben wir dann und ermöglichen uns damit noch einmal bis etwa 6 Uhr ein wenig Schlaf.

  1. Dear Stettners,

    I’m glad to hear that sleep training has been working relatively well for Johanna. I know from personal experience that those first few days can be torture! Good luck with continued success!

  2. Mensch, das klingt ja nach einem ziemlich schwierigen Prozess. Scheint für die Lehrer ja noch anstrengender zu sein, als für die Schülerin…😉
    Ich wusste gar nicht, dass man das dem Kind wirklich so Schritt für Schritt beibringen/abgewöhnen kann.

    Also, dann wünsch ich euch nen gutn Schlaf!
    Dennis

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