stettnersinusa

Von Blogs und Blogbesuchern

In Uncategorized on 20. August 2011 at 22:48

Noch vor gut 2 Jahren war mir kaum bewusst, dass es so etwas wie ein Weblog – ein auf einer Website geführtes Tagebuch – gibt. Als wir dann unseren Aufenthalt in den USA planten, wurde ich immer öfter gefragt, ob unser Abenteuer auf einem Blog nachzulesen sein wird. Gleichzeitig wurde von verschiedenen Seiten bestätigt, wie einfach es über verschiedene Anbieter ist, einen Blog zu schreiben und zu veröffentlichen. 2 Jahre und mehr als 200 Blogbeiträge später kann ich das nur bestätigen, allerdings mit der Einschränkung, dass Einfachheit keinesfalls mit geringem Zeitaufwand gleichzusetzen ist. Mit einem etwas ausführlicheren Eintrag oder Reisebericht kann man locker einige Stunden verbringen…

Mit dem Start von stettnersinusa hat sich auch mein Surfverhalten im Web deutlich geändert. Anfangs noch zufällig, später bei einer ganzen Reihe von Blogs täglich, werden diese öffentlichen Tagebücher besucht. Die Blogs von persönlich bekannten Menschen sind dabei immer in der Minderheit geblieben. Das Mitfiebern durch Höhen und Tiefen des Lebens kann aber trotzdem genauso ausgeprägt sein, wie bei Lebensgeschichten von Freunden. Ein Großteil der Blogs im Netz sind wohl Familienblogs (ein Elternteil schreibt über die Highlights des Familienlebens und über den Nachwuchs). Aber es gibt natürlich auch noch eine Vielzahl anderer Blogkategorien: Reiseberichte, Kochblogs, Finanzblogs, politische Blogs aller Farbrichtungen, Blogs über den Berufsalltag, …

Bei etwa 20 Blogs surfe ich beinahe täglich vorbei und überfliege die Neuigkeiten. Etwa 5-20 Besucher steuern täglich unseren Blog an und klicken dann insgesamt auf 20-30 verlinkte Inhalte wie Fotos oder ältere Blogeinträge und Seiten (wie z.B. die kontinuierlich fortgeführten Berichte über Jakob und Johanna), insgesamt bisher beinahe 20.000 mal. Die meisten Besucher konnte unser Blog um Johannas Geburt herum verzeichnen. Hier wollten täglich bis zu 100 Besucher Johanna im Internet bestaunen… Ebenso wie die von mir besuchten Blogs auf diversen Kontinenten verfasst werden, kommen die Besucher auf unserem Blog inzwischen aus über 30 Ländern! Blogbesucher sind in der Regel anonym, es sei denn man hinterlässt einen Kommentar zu einem der Beiträge. Und dass aus der Virtualität ein realer Kontakt entsteht ist wohl allgemein eher die Ausnahme.

Wir erlebten in der vergangenen Woche eine dieser seltenen Ausnahmen. Vor einiger Zeit landete ich auf dem Reise- und Arbeitsbericht eines „weltwärts“-Freiwilligen aus Vietnam und fand die Einblicke in eine fremde Kultur und faszinierenden Reisebilder so interessant, dass ich immer wieder einmal diesen Blog besuchte. Als dann der Freiwilligendienst vorbei war und der damit verbundene Blog nicht mehr weitergeführt wurde, begann dessen Bruder aus Miami zu berichten, wo dieser ebenfalls ehrenamtlich ein Jahr in einem Kinderheim arbeitete. Über ein paar Kommentare entstand ein realer Kontakt und kurz vor seiner Rückkehr nach Deutschland schaute Dennis nun ein paar Tage bei uns in Philadelphia vorbei. Auf dem Programm stand natürlich Sightseeing in Philadelphia, zu dem wir Dennis teilweise begleiten konnten. Und selbst für uns gab es noch Neues und Besonderes in Philadelphia zu entdecken und zu bestaunen. Besonders interessant und bisher in dieser Form noch nicht gesehen war z.B. eine Mural Arts Tour. In den 80er Jahren wurde als Anti-Graffiti-Aktion das Mural Arts Program gegründet.  Inzwischen sind weit über 2.000 zuvor schmucklose Hausfassaden mit teils riesigen Wandgemälden überzogen worden. Das Mural Arts Program ist der größte Arbeitgeber für Künstler in Philadelphia und definiert für sich selbst auch einen sozialen Auftrag und bindet u.a. Häftlinge, Arbeitslose und Schüler in neue Projekte ein. Und auch einen kulinarischen Höhepunkt gab es: Auf der Suche nach einem Restaurant für ein Abendessen sind wir zufällig auf ein Fondue-Restaurant gestoßen und konnten ein leckeres Käse- und Schokoladenfondue genießen. Insgesamt ein paar sehr schöne Tage mit einem sehr angenehmen und unkomplizierten Besucher. Nur Jakob, der bereitwillig sein Zimmer mit Dennis teilte, hat da etwas durcheinandergebracht. Als Dennis wieder abgereist war, fragte er, wo „Messch“ denn nun sei. „Messch“ (Meško), sein großer Cousin, hat im vergangenen Jahr einen Großteil seiner Sommerferien mit uns in Philadelphia verbracht…

kinginmiami meets stettnersinusa:

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