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Kulturwochenende

In Uncategorized on 27. Juni 2011 at 20:41

Macy’s Celebrates the 100th Anniversary of the Wanamaker Organ

Über die Wanamaker Orgel haben wir ja schon mehrfach berichtet. Sie ist die größte, funktionstüchtige Orgel der Welt. Und das besondere an ihr ist, dass sie keinen religiösen Raum mit ihrem Klang füllt, sondern einen der traditionsreichsten Konsumtempel der neuen Welt. Beinahe 30.000 Pfeifen, aufgeteilt auf fast 500 Register. Gebaut wurde diese Orgel ursprünglich für die Welthandelsausstellung in St. Louis 1904. Allerdings wurde die Orgel erst nach Ende der Ausstellung fertig, wurde beinahe doppelt so teuer wie vorgesehen und war letztendlich Ursache für den Bankrott der Orgelbaufirma. Nach einer Konzertserie mit Alexandre Guilmant wurde die Orgel – auch zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertiggestellt – wieder abgebaut und eingelagert. 1909 kaufte John Wanamaker die Orgel, um sie in seinem neuen Konsumpalast in Philadelphia einzubauen. Die Einweihung der Orgel fand am 22. Juni 1911 zeitgleich mit der Inthronisierung des britschen Königs George V. statt. Die mit damals 10.000 Pfeifen schon sehr große Orgel war allerdings für die Halle des 7-stöckigen Grand Court des Wanamaker Buildings zu schwach, so dass sie mehrmals auf den heutigen Umfang erweitert wurde. Die Orgel erklingt täglich 2x, sowie gelegentlich für größere Konzerte. Es gibt einen fest angestellten Organisten und mehrere Assistenten. Seine beste Zeit hat das Wanamaker Building allerdings lange hinter sich. Von den ursprünglich 9 als Verkaufsräume genutzten Stockwerken werden nach mehreren Besitzerwechseln in den 80er und 90er Jahren heute von der Kaufhauskette Macy’s nur noch 3 Stockwerke belegt. Wir haben während unseres Einkaufs einen Teil des Festkonzertes mit angehört.

San Ra Arkestra

Im Sommer veranstaltet der University City District immer 2 „umsonst und draußen“ Konzerte am Rand des Universitätscampus. Bereits vor 1 Jahr trat dort u.a. das San Ra Arkestra auf. Nach dem Tod von San Ra vor inzwischen fast 20 Jahren wurde das Arkestra weitergeführt, aktuell von Marshall Allen. San Ra und Marshall Allen – beides bedeutende Gestalten des Avantgarde- und Free Jazz. Ein wenig zu kakophonisch, aber die Show hat selbst Jakob eine Weile in den Bann gezogen.

Manayunk Arts Festival

In Manayunk, einem einige Kilometer stadtauswärts am Schuylkill River gelegenen Stadtteil von Philadelphia findet Ende Juni immer das Manayunk Arts Festival statt. Beinahe 300 Aussteller reihen sich auf beiden Seiten der Main Street in Manayunk unter kleinen Zelten aneinander. Dass es sich für die Aussteller lohnt, setzt ein recht breites Interesse voraus. Und tatsächlich schieben sich tausende Besucher durch die enge Main Street, die mit einer ganz netten Stimmung und dem einen oder anderen Blick auf Schönes belohnt werden (meist Schmuck, Gemälde, Kunsthandwerk, …). Es war zwar nicht so heiß wie im vergangenen Jahr. Der Ausflug mit dem Fahrrad dorthin hat uns trotzdem ziemlich geschafft. Wir haben außerdem wieder einmal festgestellt, wie gut unsere Kinderreihenfolge (erst Jakob, dann Johanna) war. Während der vom deutschen Staat subventionierten Elternzeit, die wir beide ein paar Monate gleichzeitig vor unserem Umzug nach Philadelphia genießen konnten, haben wir mit Jakob unzählige Fahrradausflüge in die nährere und entferntere Umgebung Göttingens unternommen. In diesem Umfang wäre das mit Johanna absolut undenkbar. Dafür erfreut uns Johanna mit einer (im Vergleich zu Jakob im entsprechenden Alter) beinahe ungestörten Nachtruhe…

WAWA Welcome America!

Mit diesem Wochenende beginnen auch wieder die Feierlichkeiten zum amerikanischen Unabhängigkeitstag, der am 4. Juli begangen wird. Hauptsponsor für die Veranstaltungen in Philadelphia ist WAWA, eine Kette, die 7 Eleven ähnelt. U.a. fand ein Open Air Gospel Festival statt, von dem wir uns die beiden letzten Stunden anhören wollten. Wer Gospel mag, hätte hier ein paar amerikanische Topgruppen hören können. Allerdings war das nicht einfach nur ein wenig zu laut. Es war extrem und am gesamten Körper schmerzend zu laut. So beobachteten wir wie schon im vergangenen Jahr den Schiffsverkehr auf dem Delaware River und machten uns früher als geplant wieder auf den Heimweg.

Jakob kommt so langsam in das Fragealter. Seine beliebteste Frage momentan ist: „Hei Papa, was machst Du eigentlich?“

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