stettnersinusa

PIFA und warum ein Zoo eigentlich so gut wie keine Tiere braucht

In Uncategorized on 2. Mai 2011 at 00:26

Unsere Wochenendaktivitäten waren geprägt von 2 Ereignissen, dem Philadelphia International Festival of the ART (kurz PIFA) und einem erneuten Zoobesuch.

Das PIFA endete an diesem Wochenende mit einer grossen Straßenparty auf der Broad Street, die auch Avenue of the Arts genannt wird, weil hier die meisten großen Kultureinrichtungen zu finden sind: Kimmelcenter, Oper, einige Theater, Kunsthochschule, … Bei endlich schönem und fahrradtauglichem Wetter nutzten wir am Samstag unseren Fahrradanhänger endlich einmal nicht nur als Kinderwagen – für Johanna eine Premiere. Das schöne Wetter lockte allerdings nicht nur uns, und so schoben wir uns mit Fahrradanhänger-Kinderwagen durch die Menschenmassen. Der Fahrradanhänger leerte sich sukzessive. Jakob wollte schnell auf den Schultern getragen werden. Die Aussicht vom Kinderwagenniveau aus war aber auch zugegebenermaßen sehr schlecht und so manche Attraktion in Kinderaugen verwirrend faszinierend – u.a. eine Frau, die als Statue eines Springbrunnens posierte und aus deren Händen und Kopf zu Musik Wasserfontänen entsprangen… Johanna wollte schließlich auch getragen werden und so manövrierten wir den leeren Kinderwagen durch die Menge.

Abends gönnte ich mir wieder einmal einen Konzertbesuch. Im African American Museum wurde im Rahmen des PIFA ein Jazzfestival veranstaltet. Zum Konzert der Heath Brothers, Wegbegleiter von Miles Davies, Milt Jackson, John Coltrane etc. kamen nur etwa 100 Besucher, darunter ein großer Teil der später im Rahmen der Jazznacht im Museum auftretenden Künstler. Das kulturelle Interesse ist jenseits von Massenveranstaltungen gering. Selbst große Namen finden oft kein wirkliches Interesse. Schade, denn dieses Konzert war eine kleine Kulturperle. Selbst die Stimmung war hervorragend. Und das obwohl das Konzert in einem viel zu großem Auditorium des Museums stattfand. Grund hierfür war sicherlich, dass der überwiegende Anteil der Besucher afroamerikanischer Herkunft war…

Den Sonntag Vormittag verbrachten wir wieder einmal im Zoo und folgten überwiegend Jakobs Wünschen:

„Kamel großes. Reiten!“


„Ketchup (Pommes mit Ketchup), jetzt!“ wurde so lange wie möglich ignoriert, kam aber tatsächlich beinahe schon beim Betreten des Zoos…

„Oh! Horse! Reiten!“

Karussell

„Zug fahren!“

„Pony reiten, alleine!“

Ja, wir haben auch die Giraffe (wird immer noch „Atte“ genannt) besucht und sind durch das tropische Vogelhaus mit wunderbar bunten Vögeln gegangen. Selbst Johanna war begeistert vom Vogelhaus und ließ so manches „aaaa … grrrrr …. aa aaa aa … rüüüüü“ vernehmen. Sohnemann wäre aber auch ohne jeglichen Tierkontakt (abgesehen von Kamel, Pferd und Pony) glücklich gewesen. Eigentlich wollten wir auch Tretboot fahren. Jakob war zwar von den Schwanenbooten sehr beeindruckt. Die hierfür nötigen Schwimmwesten wurden aber kategorisch abgelehnt

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: