stettnersinusa

Chagall und Cookies

In Uncategorized on 26. Februar 2011 at 23:55

Heute waren wir wieder einmal im Philadelphia Museum of Art  und haben die Member-Preview einer neuen Sonderausstellung genutzt. In den kommenden Tagen startet hier offiziell die Ausstellung „Paris Through the Window: Marc Chagall and His Circle“. Johanna schläft nach ihrer ersten morgendlichen Wachphase vormittags meist noch einmal 2-3 Stunden tief und fest, zumindest wenn sie im Tragesystem sanft geschaukelt wird, und wurde erst am Ende unseres Museumsbesuchs für eine Zwischenmahlzeit wach. Wie jetzt mit Johanna sind wir auch mit Jakob früh und oft in Museen gegangen. Lange Zeit waren wohl die besondere Atmosphäre und Akustik in Museen für ihn sehr faszinierend, abgesehen natürlich von der Tatsache, dass er bei dem ja meist mehrere Generationen älteren Publikum sofort im Mittelpunkt stand… D.h. auch für uns Eltern waren die Museumsbesuche meist nicht allzu angespannt. Die letzten Museumsbesuche wurden allerdings zunehmen anstrengend. Immer öfter wurden wir gebeten, die Ausstellung zu verlassen, weil Jakob ein Apfelstück in der Hand hielt und dieses nicht ohne Theater aus der Hand geben wollte (Essen ist halt nicht erlaubt), mussten den Buggy abgeben (nicht erlaubt), wurden von einem Schreikonzert zurück ins Museumscafe getrieben, weil Jakob das dort erspähte Schokocroissant noch nicht erhalten hatte, etc… Auch wenn mich die freundliche aber bestimmte Anordnung, den Buggy abzugeben, heute wieder beinahe auf die Palme gebracht hat (ich bemerke, dass ich zunehmend die Toleranz für familienunfreundliche Regeln verliere, weil sie das Leben der Eltern unnötig schwer machen – ganz abgesehen davon, dass ein gut 2jähriges, im Buggy befestigtes Kind wohl eine bedeutend kleinere Gefahr für wertvolle Kunstwerke darstellt, als das selbe frei herum laufende Kind …), war der heutige Museumsbesuch wieder einmal richtig schön. Zum einen sind in den meisten Chagall-Bildern Tiere versteckt. Den größten Eindruck hinterließ allerdings eine Eisenbahn. Zum anderen beginnt Jakob die Farben zu entdecken, spricht von „Black and White“, will wissen, welche Farben seine Legosteine habe, bevor er sie verbaut und konnte somit eine Weile an den schönen Farben von Chagall und Co Interesse finden.

Vor das Bild mit dem Zug setzte sich Jakob sogar ein 2. Mal. Jakob war neben dem Zug von der Katze und dem Mann mit den 2 Gesichtern fasziniert, so dass wir annahmen, es hätte nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Als wir ihn nach dem Mittagsschlaf fragten, was wir denn vormittags gesehen hatten, kam allerdings prompt „Cookies!“ als Antwort. Ja, wir waren auch im Cafe und haben Kaffee getrunken und einen Cookie gegessen…

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